Weitere Weichenstellung für die Neue Ortsmitte
Mehrkosten bei Schallisolierung im Sitzungssaal beschlossen – Vier Ladesäulen in der Neuen Ortsmitte
Für die Gestaltung des Rathauses und der Neuen Ortsmitte hat der Gemeinderat weitere Weichen gestellt. So wird die Decke des Sitzungssaals im Rathausanbau nun mit Akustikpaneelen aus Holz schallisoliert und vier Parkplätze werden mit E-Ladestationen ausgestattet.
Gemeinderat berät über Innenausbau
Die Schreinerarbeiten für die Rathaussanierung und -erweiterung waren ursprünglich mal mit 78.535 Euro brutto veranschlagt, wobei sich diese Summe durch Preissteigerungen gemäß des Baukostenindex mittlerweile auf 80.500 Euro erhöht hat. Dafür sollten Einbauküchen für die Mitarbeiter und im Sitzungssaal finanziert werden. Außerdem enthalten: die Einbaumöblierung einzelner Büros etwa unter Dachschrägen, Einbauschränke zwischen Sitzungsaal und Foyer, mit denen Technik und eine Spülküche verkleidet wird sowie Akustikpaneele aus Fichtenholz für die Decke des Sitzungssaals.
Entgegen der ursprünglichen Planungen können die Paneele nicht direkt auf die Unterdecke angebracht werden, sondern benötigen eine zusätzliche Unterkonstruktion, deren Kosten bisher nicht berücksichtigt wurden. Daher wurde die Schallschutzverkleidung getrennt von den restlichen Schreinerarbeiten ausgeschrieben. Um Einsparpotentiale zu schöpfen, wurden neben den Holzpaneelen auch die Ausführung in Lochdeckenplatten angefragt.
Das zeigt auch das Ausschreibungsergebnis. Die jeweils wirtschaftlichsten Angebote beliefen sich auf gut 26.300 Euro für die Platten und knapp 57.300 Euro für die Paneele. Der Gemeinderat entschied sich jedoch aufgrund des höherwertigeren Materials dennoch für die Holzpaneele. Den Auftrag bekommt damit die Firma Scholl Holzbau GmbH aus Weinsberg.

Weitere Kosteneinsparungen
Um trotzdem noch im Rahmen der ursprünglich angesetzten Summe für diesen Bereich zu bleiben, werden Einsparpotentiale geprüft. So soll beispielsweise die Einbaumöblierung durch günstigere Alternativen des Möbellieferanten Breuninger Raumkonzepte aus Künzelsau ersetzt werden. Trotz der Einsparpotentiale werden die Kosten in dieser Kostengruppe um mindestens 7.000 Euro überschritten.
Schnellladesäulen kommen
Der Parkplatz in der Neuen Ortsmitte soll dem Wunsch des Gemeinderats nach auch mit E-Ladesäulen ausgestattet werden. Bei der Ausschreibung des inzwischen gebauten Nahwärmenetzes 2023 wurden auch Anbieter für die geplanten E-Ladesäulen gesucht. Damals zeigten die Firmen noch wenig Interesse und forderten aus Wirtschaftlichkeitsgründen eine direkte Kostenbeteiligung der Gemeinde. Daraufhin wurde das Thema erstmal vertagt. Jetzt interessierten sich gleich zwei Betreiber für einen eigenwirtschaftlichen Bau und Betrieb. Statt Ausgaben winken der Gemeinde sogar Einnahmen.
Die Entscheidung des Gemeinderats fiel auf die Firma SI Energy aus Mannheim. Diese bietet zwar keinen Bürgertarif an, da sie davon ausgehen, dass die Ellhofener ihr Fahrzeug zuhause laden, aber dafür wird sie zwei Stellplätze mit schneller Ladefunktion von 150 kW und zwei weitere mit 22kW anbieten. Dafür zahlt die Firma pro Stellplatz monatlich 45 Euro, was auf die Mindestlaufzeit 15 Jahre gerechnet 32.000 Euro macht.