Gemeindehalle soll umfassend saniert werden

Gemeindehalle soll umfassend saniert werden 

Konzept für technische, bauliche und energetische Sanierung erarbeitet – Umsetzung über mehrere Jahre geplant

 

Die Gemeinde Ellhofen bereitet die Generalsanierung der Gemeindehalle vor. Das Gebäude soll in den kommenden Jahren technisch, baulich und funktional umfassend erneuert werden: von der Gebäudetechnik über den Brandschutz bis zur energetischen Sanierung. Grundlage dafür ist ein Sanierungskonzept, das in der jüngsten Gemeinderatssitzung vorgestellt wurde. Gleichzeitig beantragt die Gemeinde Fördergeld aus dem Bundesprogramm zur Sanierung kommunaler Sportstätten. „Die Gemeindehalle wird intensiv genutzt und spielt für uns eine zentrale Rolle. Mit dem Sanierungskonzept sehen wir nun konkret, wo Handlungsbedarf besteht und wie wir das Gebäude Schritt für Schritt weiterentwickeln können“, sagt Bürgermeister Felix Pontow.
Die derzeitige Planung stellt eine erste Vorprüfung zu den notwendigen Maßnahmen, deren Kosten und einem möglichen Bauablauf dar.

 

Technischer und baulicher Sanierungsbedarf

Der Sanierungsbedarf der Gemeindehalle ist hoch. Insbesondere die Wasser- und Abwasserleitungen sind marode, zudem ist die bestehende Lüftungsanlage nicht mehr zuverlässig steuerbar und dadurch auch die Wärmeregulierung.
Auch Teile der Licht- und Medientechnik sowie der Brandschutz entsprechen nicht mehr den heutigen Anforderungen. Hinzu kommen bauliche Themen wie Undichtigkeiten im Dachrandbereich, energetische Defizite an Fassade und Fenstern sowie funktionale Einschränkungen im Innenbereich. Um diese Punkte nicht nur punktuell, sondern in ihrer Gesamtheit zu betrachten, hat sich die Gemeinde für die Erarbeitung ein umfassendes Sanierungskonzept entschieden.

Sanierungskonzept betrachtet Gebäude ganzheitlich

Mit der Erstellung des Konzepts wurde das Architekturbüro S-Projekt aus Ellhofen beauftragt, unterstützt von mehreren Fachplanungsbüros. Untersucht wurden unter anderem Maßnahmen im Hochbau, der technischen Gebäudeausrüstung und im Brandschutz.

Eingeplant sind unter anderem Anpassungen an die geltenden brandschutzrechtlichen Vorgaben und an die Versammlungsstättenverordnung. Vorgesehen ist zudem, die Lüftungs-, Heiz- und Sanitärtechnik zu erneuern. Notwendig sind auch Arbeiten an der Elektrotechnik, einschließlich Sicherheits- und Medientechnik. Auch die energetische Sanierung von Fenstern, funktionale Anpassungen im Untergeschoss sowie eine teilweise optische Aufwertung im Innen- und Außenbereich sind Bestandteil des Konzepts.

Kostenrahmen und Haushaltsplanung

Auf Grundlage der bisherigen Untersuchungen liegt nun eine erste Kostenschätzung vor. Die Planer schätzen die Gesamtkosten für die Generalsanierung auf rund 4,2 Millionen Euro. Darin enthalten sind neben den eigentlichen Baukosten auch die sogenannten Nebenkosten, etwa für Planung und Fachingenieurleistungen. Die Finanzmittel für die Planung und eine mögliche Umsetzung wurden bereits im Haushaltsplan 2026 für die Jahre 2026 bis 2028 berücksichtigt. Über den konkreten Umfang der Sanierung und die einzelnen Maßnahmen wird der Gemeinderat in weiteren Schritten entscheiden.

Mehrjährige Umsetzung in Bauabschnitten vorgesehen

Um den laufenden Betrieb möglichst wenig einzuschränken, sieht das Konzept eine Umsetzung in mehreren Bauabschnitten vor. Nach Abschluss der weiteren Planungen und der Ausschreibungen könnten die Arbeiten ab 2026 beginnen. Die Ausführung wäre dann über mehrere Jahre verteilt, mit einem Abschluss und der Übergabe der Halle nach derzeitigem Stand im Jahr 2028.

Förderantrag beim Bund gestellt

Parallel zur inhaltlichen Planung hat die Gemeinde geprüft, ob Fördermittel für das Vorhaben in Anspruch genommen werden können. Eine Landesförderung für Kulturhallen steht derzeit nicht zur Verfügung. Als realistische Option wurde das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ identifiziert. Da die Gemeindehalle insbesondere auch für sportliche Zwecke genutzt wird, erfüllt sie die grundlegenden Voraussetzungen des Programms. Die Gemeinde hat deshalb eine Projektskizze eingereicht. Ob und in welcher Höhe eine Förderung gewährt wird, ist derzeit noch offen.

Weitere Schritte folgen

Unabhängig vom Ausgang des Förderverfahrens wird die Gemeinde die nächsten Planungsschritte vorbereiten und Angebote für die weiteren Leistungsphasen einholen. Über das konkrete Vorgehen, den zeitlichen Ablauf und die Umsetzung einzelner Maßnahmen wird der Gemeinderat in weiteren Sitzungen entscheiden.