Neue Ortsmitte: Gemeinde kann Bauantrag stellen


Die Gemeinde Ellhofen kann die Bauanträge für die Neue Ortsmitte mit Rathauserweiterung beim Landratsamt Heilbronn einreichen. Dafür hat der Gemeinderat jetzt grünes Licht gegeben. Damit kommt das Projekt einen wichtigen Schritt weiter. Allerdings schlagen die enormen Preissteigerungen auf dem Bausektor auch in Ellhofen durch. Die aktuelle Kostenberechnung ergibt beim Hochbau (Rathaus, zwei Ergänzungsgebäude) Ausgaben von 12,59 Millionen Euro. Das ist deutlich mehr als ursprünglich geschätzt. Zudem weisen die Planer darauf hin, dass sich die Preisentwicklung angesichts Corona-Pandemie, gestörter Lieferketten und Ukraine-Krieg nicht vorhersehen lässt. Deshalb wird sich der Gemeinderat Anfang September in einer Klausursitzung mit den Kosten und der allgemeinen Finanzlage intensiv beschäftigen. „Wir bringen den Planungsprozess voran, werden die finanziellen Entwicklungen aber sehr genau anschauen“, sagt Bürgermeister Wolfgang Rapp.

Materialkosten steigen stark

Kosten für große Bauvorhaben konkretisieren sich mit voranschreitender Planung. Den Anfang machen Schätzungen, die derzeit nur bedingt belastbar sind. Zum einen, weil Angebotssummen und Preise für Material rasant steigen und zum anderen, weil sich ergänzende Anforderungen wie Belüftung oder Photovoltaikanlagen erst nach und nach herausstellen. Die nun vorliegenden Kostenberechnungen sind zwar genauer, vergleichsweise konkrete Zahlen liegen aber erst dann vor, wenn nach den Ausschreibungen Angebote eingehen. Aktuell rechnen die Planer für das Rathaus mit Hochbaukosten von 5,73 Millionen Euro, für den Ergänzungsbau A von 3,18 Millionen Euro und für den Ergänzungsbau B von 3,68 Millionen Euro.

Neue Identität schaffen

Die nun vorliegenden und für den Bauantrag als Grundlage dienenden Planungen stehen auf dem Fundament eines städtebaulich-architektonischen Wettbewerbs. Vorgesehen ist, das in die Jahre gekommene und zu kleine Rathaus zu sanieren und zu erweitern. Die Neue Ortsmitte soll eine neue Identität schaffen und zum Ort der Begegnung werden. Ein neues Gebäude (A) im nördlichen Bereich soll Gastronomie und eine Arztpraxis beherbergen (Obergeschoss). Das zweite neue Gebäude (B) soll Raum bieten für Ortsbücherei, VHS und einen Saal. Im April hatten die Fachbüros die Pläne zuletzt vorgestellt. Seitdem wurden einige Anregungen und Änderungen eingearbeitet: Raumverteilung, Technikräume, Anordnung der Nebenräume im Rathaus, Grundrisse in den Ergänzungsgebäuden.

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